PINA Kongress #4

Kursnummer: 220901

  

Kurzbeschreibung


Vitamin „B“: Die Rolle der Beziehung in der psychosozialen Arbeit - mit Ale Duarte, Michaela Fried, Heidi Keller, Uri Weinblatt und Eliane Wiebenga sowie Prof. Haim Omer via Video-Schaltung

Kursdaten auf einen Blick

07.09.2022
Kursbeginn

3 Tage
Dauer

Feldkirch
Veranstaltungsort


Detaillierte Kursbeschreibung

Alle drei Jahre treffen sich im Montforthaus Feldkirch auf Einladung von PINA internationale Expert:innen und tauschen sich praxisnah zu Themen aus, die die psychosoziale Arbeit prägen.  Im September 2022 werden wir uns dabei auf einen der wesentlichsten Grundpfeiler in der psychosozialen Arbeit und im pädagogischen Handeln konzentrieren: Die Gestaltung der Beziehungen.  Es sollen verschiedene Aspekte der Beziehungsgestaltung herausgearbeitet und vorgestellt werden, aber auch Herausforderungen in einer konstruktiven Beziehungsgestaltung Platz bekommen.

Die Vortragenden und Schwerpunktthemen:

  • Michaela C. Fried (A): Erst mal in Beziehung kommen…
  • Haim Omer (IL, zugeschaltet): Die Ankerfunktion der Eltern und Pädagog:innen
  • Eliane Wiebenga (NL): Verbindende Autorität: eine Weiterentwicklung
  • Heidi Keller (D): Was die Bindung zur Beziehungsgestaltung beiträgt – und was nicht
  • Alé Duarte (BR, A): Wenn die Beziehung zur Welt verloren geht
  • Uri Weinblatt (IL): Die Rolle der Scham in der Beziehungsgestaltung

Der PINA Kongress #4 bietet gewohnt praxisorientiert und anschaulich einen Einblick in aktuelle internationale Entwicklungen in psychosozialen und pädagogischen Handlungsfeldern. Die Teilnehmenden erhalten diese in einer Form vermittelt, die einen unmittelbaren Transfer des Gehörten und Erlernten in ihren Praxisalltag möglichst einfach ermöglichen.

Genaue Infos und Anmeldemöglichkeiten finden Sie in Kürze unter www.pina-kongress.at.

   

ReferentIn
Michaela Fried

Fachärztin für Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Ögatap), Katathym imaginative Therapie, Traumatherapie, ROMPC , Supervisorin, Trainerin, Familienberaterin nach Haim Omer, Ärztliche
Leitung des HPZ Rust, stellvertretende Leitung des PSD für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Eisenstadt, Konsiliarfachärztin in div. Kinderwohngruppen und Landesjugendheimen.

Uri Weinblatt

klinischer Psychologe, leitet das Marot-Zentrum für Familientherapie »Systemic Mirroring« in Israel. Als Mitarbeiter von Prof. Haim Omer beschäftigte er sich mit der Entwicklung von Modellen der elterlichen Präsenz und der Neuen Autorität. Er leitet seit Jahren Workshops in Israel und vielen europäischen Ländern für Lehrperonen, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen und Psychotherapeut_innen. In seinem Buch „Die Nähe ist ganz nah“ (Vandenhoeck & Ruprecht Verlag) beschreibt er die innovative Methode des „Systemic Mirroring“ in der Praxis.

Prof. Haim Omer

gilt als Begründer der Neuen Autorität, die er in den 1990er-Jahren gemeinsam mit seinem Team entwickelt hat.

Haim Omer studierte Psychologie an der Hebräischen Universität Jerusalem in Israel und schloss das Studium 1977 mit dem Master of Arts ab. 1986 promovierte er mit dem Thema Psychological Factors in Preterm Labor (Psychologische Faktoren bei vorzeitiger Wehentätigkeit). Es folgten Postdoc Studien im Fachbereich Psychologie an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) und praktische psychologische Tätigkeiten an Schulen und Kliniken. Von 1988 bis 1998 war er zunächst Senior Lecturer, von 1998 bis 2019 Lehrstuhlinhaber für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv.

Alé Duarte

ist ein somatisch ausgerichteter Seminarleiter aus Brasilien, der weltweit unterwegs ist, um trauma-spezifische Weiterbildungen in Bezug zu Kindern und Jugendlichen anzubieten. Er ist anerkannter Experte für Somatic Experiencing – ein körperorientierter Ansatz zur Lösung von traumatischem Stress. Dieser wird zur Überwindung von Schocktraumata und zur Behandlung früher Bindungs- und Entwicklungstraumata eingesetzt. Seine Trainings richten sich an Fachkräfte aus den Bereichen Trauma-, Psycho- und Körpertherapie, der Medizin,  Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit.

Heidi Keller

ist eine deutsche Entwicklungspsychologin. Sie war bis zu ihrer Pensionierung Leiterin der Abteilung Entwicklung und Kultur am Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Osnabrück und der Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Sie ist Direktorin von Nevet, the Greenhouse of Context-Informed Research and Training for Children in Need an der Paul Baerwald School of Social Work and Social Welfare an der Hebrew University in Jerusalem. 2019 erschien ihr Aufsehen erregendes Buch „Mythos Bindungstheorie“.

Eliane Wiebenga

ist eine klinische Psychologin und Psychotherapeutin, die auf systemische Therapie (Familientherapie und Elternberatung) spezialisiert ist und sich seitdem auf die Neue Autorität und den gewaltfreien Widerstand spezialisiert hat.

Bei der internationalen Konferenz zur Neuen Autorität 2021 hat sie den Begriff der „Verbindenden Autorität“ eingeführt, der von vielen führenden Kolleg:innen sofort übernommen wurde. Natürlich stecken hinter dem veränderten Begriff auch einige spannende, neue Überlegungen zum Konzept.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

ReferentIn:
Michaela Fried, Uri Weinblatt, Prof. Haim Omer, Alé Duarte, Heidi Keller, Eliane Wiebenga

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen, Psychotherapeut_innen, Sozialbetreuer_innen, Familienhelfer_innen, Sozialpädagog_innen, Coaches für Neue Autorität, Führungskräfte, Ärzt_innen, Absolvent_innen des Grundkurses für Neue Autorität, Pflegeeltern, Adoptiveltern, Jugendarbeiter_innen, Supervisor_innen, Coaches, Lehrpersonen, Kindergärtner_innen, Kleinkindbetreuer_innen


Kursdauer:
07.09 - 09.09.2022 (09:00-17:00)