Das Sit-in: Veränderung durch Präsenz einleiten

Wann

Di, 25.02.2020 - Mi, 26.02.2020, 09:00 - 17:00 Uhr


Ort

Pfarrzentrum Altenstadt
Klosterstraße 6
6800 Feldkirch
Österreich
zum Routenplaner

In diesem zweitägigen Workshop werden wir auf das Sit-in als ein starkes und konstruktives Werkzeug in der (Wieder-)Herstellung der (neuen) Autorität von Eltern, Lehrbeauftragten, Sozialpädagog_innen und Therapeut_innen in Schulen und stationärer Unterbringung fokussieren.

Inhalt

Wir werden mit einer kurzen, weltweiten Reise beginnen, um die sozio-kulturellen Perspektiven von Sit-ins und ihrer Bedeutung im gewaltfreien Widerstand zu verstehen. Unsere Tour startet in Südafrika und Indien (Gandhi), geht weiter mit einem kurzen Flug in die USA (Martin Luther-King) und wirft einen kurzen Blick auf das berühmte „Bed-in“ in Amsterdam (John Lennon & Yoko Ono). Dadurch werden wir uns gleich mit den Grundlagen und der Herkunft des Sit-in beschäftigen. Diese Tour wird enden in Tibet (Dalai Lama). Von den höchsten Bergen dort werden wir einen guten Blick auf die Welt des gewaltfreien Widerstand werfen und dadurch verstehen, wie gewaltfreier Widerstand erfolgreich sein kann, und warum manchmal die Ziele damit nicht erreicht werden.

Kurz gesagt, gewaltfreier Widerstand ist die Bemühung Veränderung zu initiieren. Auch wenn es eine gewaltfreie Bemühung ist, ist sie eine sehr starke, und das Sit-in ist eine der bekanntesten und viel diskutiertesten in einem Repertoire von Maßnahmen, die zum Ziel haben Veränderung dort einzuleiten, wo dies notwendig ist.

Die Philosophie der Neuen Autorität und des gewaltfreien Widerstand wurde in Israel begründet als eine effektive Intervention für Familien, um Kinder und Jugendliche in einer konstruktiven Art mit ihrer Gewalt und ihrem selbstschädigendem Verhalten zu konfrontieren.

Der zweite Teil des Workshops wird auf das praktische „Know-how“ über die Anwendung des Sit-ins in verschiedenen Settings – zuhause, Schule, Wohngemeinschaften, etc. – eingehen. Über Fallbeispiele und Rollenspiele werden die Teilnehmer_innen lernen, Eltern zuhause, Lehrpersonen in der Schule usw. anzuleiten. Auch werden wir darauf eingehen, wie Sit-ins in Wohngemeinschaften angewendet werden könne und warum darüber hinaus das „SMS“ (Silent-Message-Sending) entwickelt wurde.

Der dritte und letzte Teil wird auf ein grundlegendes Verständnis über die Unterschiede zwischen den Begrifflichkeiten „gewaltfreier Widerstand“ und „Neue Autorität“ eingehen.

Die Teilnehmenden sind auch eingeladen, ihre eigenen Fallbeispiele einzubringen.

Gewaltfreier Widerstand ist dazu da, Veränderung zu ermöglichen. Dieses Seminar wird Fachkräften helfen, ihre Arbeit zu verändern – gleich nach dem Ende des Seminars…

Zielgruppe: Personen aus psychosozialen Grundberufen (Berater_innen, Therapeut_innen, Sozialpädagog_innen, Lehrpersonen, etc.)

  • Termin: 25. und 26. Februar 2020, 9:00 – 17:00 Uhr
  • Ort: Pfarrzentrum Altenstadt, Feldkirch

Referent:  Idan Amiel ist klinischer Psychologe und Direktor der “Parents' Counseling Clinic” im Schneider Medical Center in Israel. Seit Beginn der 200er-Jahre hat er sich als Schlüsselperson um die Entwicklung der Konzepte der Neuen Autorität und des gewaltlosen Widerstands etabliert. Heute führt er das Team des “New Authority Center” in Israel und investiert die meiste seiner Zeit in die Bekanntmachung und Erweiterung der Prinzipien desKonzepts der Neuen Autorität sowohl in Israel als auch in Europa

Gruppengröße: Mindestens 15, maximal 25 Teilnehmer_innen
Kosten: EUR 295,-- + 20% USt.
Bestätigung: Für die Teilnahme wird eine Bestätigung ausgestellt.
Anmeldung: Bitte benutzen Sie für die Anmeldung das Anmeldeformular auf
unserer Homepage.

Hinweis: Idan Amiel wird in Englisch referieren und für die Teilnehmenden übersetzt werden.