Scham - das unterschätzte Gefühl

Kursnummer: 230501

  

Kurzbeschreibung


Wenn man Dr. Uri Weinblatt zwei Tage über die Scham und ihre Auswirkungen auf Beziehungen sprechen hört, dann glaubt man danach, die Welt bestehe nur noch aus Schamreaktionen. Es wird dabei aber jedenfalls deutlich, wie sehr diese starke Emotion Einfluss auf viele Interaktionen nimmt. Umso wichtiger ist es, dass sich Fachkräfte damit auseinandersetzen.

Kursdaten auf einen Blick

24.05.2023
Kursbeginn

2 Tage (16 UE)
Dauer

Feldkirch
Veranstaltungsort

310,00 EUR
 Preis pro Teilnehmer

Detaillierte Kursbeschreibung

"Systemic Mirroring": Ein Verfahren für Schamregulierung in Beziehungen

Wir alle fühlen tagtäglich Scham, ohne es überhaupt zu wissen. Sie ist die „dunkle Materie einer Beziehung“, eine nicht sichtbare Kraft, die Nähe und Status reguliert. Scham ist die vitalste Emotion einer Beziehung. Denn es ist der Schampegel, der uns die Fähigkeit verleiht – oder auch nicht – mit anderen offen umzugehen, sich zu beraten oder gar um Hilfe zu bitten, Intimität aufzubauen, sich zu unterhalten oder zu kommunizieren, sich zu kümmern als auch von anderen umsorgt zu werden und überhaupt zu spüren, dass wir nicht alleine sind. 

Bei unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen können wir die Einflüsse der Scham oft nur dann beobachten, wenn wir hinter andere Gefühle oder Verhaltensweisen, wie Ritzen, selbstverletzendes Verhalten, Kräftemessen und Eskalationen, respektloses Verhalten und Rückzug blicken.

“Systemic Mirroring” ist eine effiziente Intervention, um die Scham effektiv regulieren zu können. Dabei warden die Auswqirkungen der Scham bei Klient_innen und den Berater_innen/Therapeut_innen selbst indentifiziert und deren Auswirkungen sichtbar gemacht. Die Teilnehmer_innen lernen diesen speziellen Ansatz kennen, der entwickelt wurde, um bei der Regulierung der Scham in Beziehungen zu helfen.

   

ReferentIn
Martin A. Fellacher

Martin A. Fellacher, MA DSA, Feldkirch, Leiter von PINA - Neue Autorität; langjährige Erfahrung als Sozialarbeiter und Führungskraft im Kontext von Interkulturalität, Sucht, Gesundheit, Männerarbeit, Familie und Jugend, Trainer, Vortragender und Seminarleiter

Uri Weinblatt

klinischer Psychologe, leitet das Marot-Zentrum für Familientherapie »Systemic Mirroring« in Israel. Als Mitarbeiter von Prof. Haim Omer beschäftigte er sich mit der Entwicklung von Modellen der elterlichen Präsenz und der Neuen Autorität. Er leitet seit Jahren Workshops in Israel und vielen europäischen Ländern für Lehrperonen, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen und Psychotherapeut_innen. In seinem Buch „Die Nähe ist ganz nah“ (Vandenhoeck & Ruprecht Verlag) beschreibt er die innovative Methode des „Systemic Mirroring“ in der Praxis.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

ReferentIn:
Martin A. Fellacher, Uri Weinblatt

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen, Psychotherapeut_innen, Sozialbetreuer_innen, Familienhelfer_innen, Sozialpädagog_innen, Coaches für Neue Autorität, Führungskräfte, Ärzt_innen, Absolvent_innen des Grundkurses für Neue Autorität, Jugendarbeiter_innen, Supervisor_innen, Coaches, Lehrpersonen, Kindergärtner_innen


Kursdauer:
24.05 - 25.05.2023 (09:00-17:00)
Preis pro Teilnehmer (netto):
310,00 EUR

Max. Teilnehmerzahl:
15

Restplätze
15

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