Kinder psychisch kranker Eltern

Kursnummer: 230201

  

Kurzbeschreibung


Kinder psychisch kranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine psychische Störung entwickeln. Gleichzeitig stellt in der Arbeit mit den Familien dieser Kinder das Bündnis mit den Eltern eine besondere Herausforderung dar.

Kursdaten auf einen Blick

23.02.2023
Kursbeginn

2 Tage (16 UE)
Dauer

Feldkirch
Veranstaltungsort

310,00 EUR
 Preis pro Teilnehmer

Detaillierte Kursbeschreibung

Bei Kindern psychisch kranker Eltern (KIPKE) ist das Risiko, selbst eine psychische Störung zu entwickeln im Vergleich zur Gesamtbevölkerung um das Vierfache erhöht. Das Erkrankungsrisiko der Kinder hängt nicht nur von genetischen Faktoren ab, sondern auch von erhöhten psychosozialen Belastungen, die sich aus der Erkrankung der Sorgetragenden ergeben. Entsprechend erhöhen Unterstützungsangebote und Maßnahmen, die das Familiensystems fördern, die Resilienz des Kindes. Dies gelingt nur in multiprofessioneller Teamarbeit, die sowohl Kind als auch Eltern und das Familiensystem begleiten, oft über Jahre hinweg.  Die Begleitung beginnt präventiv bei frühen Hilfen im Säuglingsalter, Familienintensivbegleitung in Kindergarten- und Schulzeit, ist aber auch bei Fremdunterbringung des Kindes, Wegweisung oder Inhaftierung eines Elternteiles wichtig. Neben psychotherapeutischer Begleitung, psychopharmakologischer Unterstützung und einer psychiatrischen Behandlung der elterlichen Erkrankung sind „nicht professionelle“ Helfer für Familiensysteme oft sehr haltgebend und alltagstauglich.  Das könne Selbsthilfegruppen sein aber auch Verwandte oder Freunde der Familie. In der Bündnis-und Vernetzungsarbeit der Unterstützer innerhalb und außerhalb der Familien leistet die Psychologie des gewaltfreien Widerstandes zum  Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen eines Austausches „auf Augenhöhe“, zur „Entdämonisierung“ psychiatrischer Krankheitsbilder und psychiatrisch kranker Personen. Zum Anderen kann das elterliche Verhalten im Umgang mit dem Kind krankheitsbedingt eingeschränkt sein. Die „Neue Autorität“ unterstützt Eltern mit psychischer Erkrankung ein haltgebender Anker zu sein, NVR -Therapeuten arbeiten mit Schamregulation, imaginativen Techniken zurRessourcenstärkung und passen die klassischen Tools der neuen Autorität dem entsprechenden Familiensystem an. 

 
Im Seminar wird unter Berücksichtigung der ICD 10 Diagnosen der Begriff „Eltern mit psychiatrischer Erkrankung sowie „Psychisch kranke Eltern, Eltern mit Trauma-Erfahrung und anderen Beeinträchtigungen besprochen. Es wird auf gängige Therapiemöglichkeiten (pharmakologisch und psychotherapeutisch) eingegangen. Weiters werden übliche Folgebelastungen der Kinder betrachtet. In gemeinsamen Austausch werden (auch anhand von Fallvignetten) haltgebende Unterstützungsangebote erarbeitet, die sowohl psychiatrische, psychodynamische, familiensystemische, aber auch völlig „unorthodoxe“ Techniken beinhalten dürfen.

   

ReferentIn
Michaela Fried

Fachärztin für Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Ögatap), Katathym imaginative Therapie, Traumatherapie, ROMPC , Supervisorin, Trainerin, Familienberaterin nach Haim Omer, Ärztliche
Leitung des HPZ Rust, stellvertretende Leitung des PSD für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Eisenstadt, Konsiliarfachärztin in div. Kinderwohngruppen und Landesjugendheimen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

ReferentIn:
Michaela Fried

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen, Psychotherapeut_innen, Sozialbetreuer_innen, Familienhelfer_innen, Sozialpädagog_innen, Coaches für Neue Autorität, Ärzt_innen, Absolvent_innen des Grundkurses für Neue Autorität, Jugendarbeiter_innen, Supervisor_innen, Coaches, Lehrpersonen, Kindergärtner_innen


Kursdauer:
23.02 - 24.02.2023 (09:00-17:00)
Preis pro Teilnehmer (netto):
310,00 EUR

Max. Teilnehmerzahl:
18

Restplätze
18